ZUM UMGANG MIT GRENZVERLETZENDEM
VERHALTEN IN INSTITUTIONEN FÜR
KINDER UND JUGENDLICHE

WIE DAS «RISIKO» IN DIE (SOZIAL)PÄDAGOGIK KAM

ANDRÉ WOODTLI

Bereits 1979 diagnostiziert Niklas Luhmann der Pädagogik ein «strukturelles Technologiedefizit». Davon nicht unberührt geblieben, wendet sich die Pädagogik in der Folge mit grossen und vielfältigen konzeptionellen Bemühungen dem Risikobegriff zu: Alles wird riskant! Die Kinder und Jugendlichen, deren Umfeld, die Berufsfelder, die Institutionen, die Erziehung selbst und der pädagogische Alltag sowieso. Man riskiert Klagen von Klienten und Angehörigen, man riskiert Opfer von Grenzüberschreitungen und Instrumentalisierung zu werden, man riskiert die eigene Gesundheit, man riskiert Nebenwirkungen und so weiter. Wie lässt sich dazu eine umfassende «pädagogische Risikotheorie» skizzieren?


André Woodtli ist seit mehr als zehn Jahren Chef des Amts für Jugend- und Berufsberatung (AJB) der Bildungsdirektion des Kantons Zürich. Das AJB, als das nicht-schulische Amt in der Bildungsdirektion, ist zuständig für die Bildungsangebote im Vor- und Umfeld des Schulsystems, an seinen Übergängen, Nahtstellen und Säumen. André Woodtli ist auch Vorstandsmitglied der Konferenz für Kinder- und Jugendpolitik (KKJP), Vizepräsident von Kinderschutz Schweiz und engagiert sich im Vorstand von Integras.

 

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